Mein neues Lieblingsweingut- Dilegami

Tag 14: 05.09. Mir ist schlecht!

Sizilianischer Naturschutz

Mir ist schlecht! Also heute eine bequeme Tour durch das erste sizilianische Naturschutzidyll

Heute Nacht ging mir’s schlecht, wahrscheinlich gestern zu fettig gegessen. Also heute nicht aufs Rad. Trotzdem wollte ich mir den ersten sizilianischen Naturschutzpark Zoingaro bei Costello anschauen. Alle Klischees wurden bedient: blau-weiß-gelb-schön!
Dann ging es weiter zu einem Weingut DILEGAMI, was mir gestern aufgefallen ist… Der Grillo gleich mal mit einer Goldmedaille in Brüssel ausgezeichnet- also Hochadel!

Ein blindes Huhn findet immer ein Korn… und ich Weingüter

Keine Ahnung wie, aber ich habe es irgendwie wieder gefunden und einen (später noch den zweiten) netten Besitzer getroffen, der mir mitten in der Ernte (heute war der Inzolia dran) sein Weingut, seine Tanks und seinen kleinen Fasskeller zeigte. Ganz klar lag hier das Hauptaugenmerk im Weinberg und nicht beim Bau einer repräsentativen Enoteca.Sehr sympathisch! Dann haben wir verkostet:

Dilegami in Sizilien

Einfach sympatisch! Das Weingut Dilegami- nur 63.000 Flaschen im Jahr

Aktuelle Lese im Weingut Dilegami

Aktuelle Lese des Inzolia beim Weingut Dilegami… süßeste Trauben

– den Most des neuen DILEGAMI Grillo 2016 Lage Berlinghieri, seit 15 Tagen im Inoxbehälter (wahnsinnige Fruchtnoten von Pfirsich)
– den noch absolut verschlossenen DILEGAMI Perricone, Lage Berlinghieri vom letzten Jahr aus dem Fass (im Endergebnis nur 50% Fassausbau in French Oak tut seiner Trinkbarkeit sicher gut) mit gewaltigen Fruchtnoten von Kirsche, Pflaume und Gewürzen
– den schönen DILEGAMI Nero d‘ Avola der Lage Zafarana mit Noten von Kirsch- und Himbeermarmelade sowie Anklängen von schwarzem Pfeffer und Schokolade—heeeerlich!

Verkostungsflaschen Dilegami- Ich liebe es!

Trapani

Trapani… wunderschöne Stadt!!

Dann hat der Meister mir paar Verkostungsflaschen für eine reelle Home-Bewertung eingepackt. Hier müssen Enrico und die Reuderner Freunde ran! Und dann gab’s noch ein BiB mit 3 Litern. Da kenne ich den Preis zwar noch nicht, aber die anderen Bio-Flaschen liegen im Laden-Verkauf bei 10-13.-€ . Das könnte also passen!
Dann bin ich nach Trapani und habe mir die Stadt auf Empfehlung von Christos angeschaut- sehr nett und richtig schöne Einzelgebäude! Gut zum Bummeln und Essen/Trinken abends. Und dann gings an den Pool, Ideen weiter verfolgen, Bauch pflegen und auf den Abend vorbereiten.

Lecker Essen

Ganz vorsichtig gehe ich erstmal an einen Aperitif ran. Quasi um zu sehen, ob ich wieder essen kann 😉
Die kleinen Vorspeisen vom Aperitif (heute ein rotes Bier mit Aperol. Hier fehlte Orange oder Limette zum auffreshen) gingen schon mal. Bin trotzdem nicht zu Mirko, weil mir eine Weinbar gefiel mit Bruschetta und Caprese – das war rein essenstechnisch auch angemessener zum heutigen Kalorienverbrauch.
Dazu gab es von DILEGAMI den Rosé – der war ziemlich intensiv, schon eher ein Fast- Rotwein mit starker Säure (das muss ich nochmal überschlafen) – und einen ausgereiften Perricone – Klasse! Aber mit 29 °C Umgebungstemperatur massiv und alkoholisch.

Trinkempfehlung Dilegami

Ergo: wir verordnen ihm nacheinander 2 Eiswürfel. Nach dem ersten schon mal Normalalkoholstärke mit schönem Kirschbukett und nach dem zweiten Spitzenklasse – dieser Wein ist mit 16-18 °C viel weiter oben als die hochdotierten und zwei- bis dreimal teureren Loiretalweine und sehr viele Fruchtsäfte mit Alkohol und Holzchips aus Übersee – ich werde langsam zum Fan! Aktuell tendiert der dennoch in die kühlere Jahreszeit zwischen September und Mai zu Kalbfleischgerichten oder eben den italienischen platt geklopften Scaloppine, es sein denn wir fangen wirklich an, ihn mutig und unkonventionell mit 2 Eiswürfeln pro 0,2l-Glas zu kühlen, dann passt er zu typischen Grillaromen…und zwar auch zu richtig schön gegrillten Scampis mit Knoblauch. Und ganz ehrlich, die 2 Cubes gefrorenen Wassers haben sogar noch den Alkoholgehalt auf sommerliche 12% gesenkt!
Ganz leise am Ende: bei vorsichtig höheren Temperaturen kommt dann leichte Vanille und feine Schokolade ins Spiel – Schoko-Junkies…auf zu leicht bitteren Schokoladen, sogar mit kleiner Chillibeigabe..
Wer genau das mit mir testet und mir hier vertraut (also 2 Cubes pro Schöppchen reinwirft), bekommt bei einer Erstbestellung der Testkiste(n) beim Perricone je 2 Flaschen pro Kiste geschenkt! Demnächst hier zu bestellen, oder wer es gar nicht erwarten kann: gern per Mail an info@wein-knueller.de

Und ihr werdet es lieben!

Der Manager- Papa

Segesta, Weinanbau und ein Fake- Tempel

Tag 13: 04.09. Der frühe Vogel… findet einen Fake- Tempel

Segasta Tempel

Segasta: der Fake-Tempel Aber schön anzusehen!

Früh raus lohnt sich hier…es sind immer schon 08.00 gegen 26 grd und somit ist es hinreichend kühl für Radtouren. Heute also raus, frühstücken und mit dem Rad nach Segesta… Hier steht in den Bergen (mit sehr viel Weinanbau) ein berühmter Tempel, der nie ein Dach und eine Cella hatte und dessen Säulen noch nicht mal gerillt sind, geschweige denn bearbeitete Kapitelle. Warum?

Die Elymer aus Kleinasien (nach der Niederlage aus Troja verjagt) suchten sich eine neue Bleibe auf Sizilien und wollten vor allem die westlichste griechische Siedlung, das reiche punische Selinunte beseitigen. Mit Hilfe der Karthager (man war aber auch mal eben mit Athen, sizilianischen Griechen oder Römern verbündet) gelang das auch 409 v. Chr. Nun wird vermutet, dass man mit dem gewaltigen Tempelbau einfach seine künftigen Verbündeten beeindrucken wollte- also ein Fake-Tempel. Andere sprechen davon, dass ein altes Heiligtum dadurch geschützt werden sollte. Die erste Variante finde ich aber lustiger. 😉

Segesta Pinien

Dann weiter ins barocke Calatafimi di Segesta und unter meinen geliebte, wohlriechenden Pinien der Sonne hinterher…

Ach übrigens bekamen die Segesti 307 v.Chr. dann auch auf die Nase und nach der völligen Zerstörung durch die Barbaren blühte die Stadt erst wieder unter römischer Herrschaft auf.
In der Folge habe ich mich noch zum Castell Eufemia aufgemacht, das Barockstädtchen Calatafimi di Segesta heimgesucht und mich dann wieder ins Hotel trudeln lassen…ca.600 Höhenmeter, schöne Tour und völlig entspannt. Am Pool wurden dann von mir weitere Touren und der Besuch einer Weinkellerei geplant und jetzt geht’s ins Städtele Castellammore del Golfo, Stadt gucken und hoffentlich besseres Essen jagen…

… jagd das meiste Essen

Lecker Essen

Castellammore del Golfo: Definitiv ein besseres Essen als gestern!!

Castellammore del Golfo: Ein nettes Hafenstädtle! Der treppenartige Aufbau ist von Arabern beeinflusst wurden. Die Stadt selbst ist verschachtelt mit einer alten normannischen Burg unmittelbar am Hafeneingang. Am Hafen viele Kneipen, eine davon interessant, aber ich habe mich wohl für Mirkos entschieden. Mirkos hat den ersten Preis für die sizilianische Pasta hier im Ort gewonnen- und morgen ist ja auch noch ein Tag.

Also erstmal mit einem Aperitiv beginnen: weißes Bier mit Limonade und Aperol, Orangenscheibe und Eisswürfel… Schmeckt supergeil für so kleine Zartsüssbittersauer-Schmecker wie mich! Dazu wieder Kleinigkeiten, wie sauer eingelegte Möhrenscheibchen, ein frittiertes Käsedreieck und der Reissalat mit Zucchinijulienne und Räucherlachswürfelchen..
Polpette di sarde al sugo con finocchietto selvatico e panelle al nero di seppia
Sardinenfischbällchen in Wildfenchelsugo mit sepiatintegeschwärzten frittierten Kichererbsenschnittchen und dazu je ein Gläschen Grillo und Inzolia (blumig-leicht mit Zitronen- und Wildkräuteranklängen)… hahaha! Lecker!
Ich bin wieder in Italien!

Busiata sarde e finocchio con pistilli di zafferano
Die wunderbar mittellangen Pasta mit Sardinen-Fenchelpesto in einer Safransauce mit Vierteltomätchen und darüber feinste geröstelte Brotkrusteln…leckerst (die Krustel hatten bissle älteres Öl mitbekommen, was man nur schmeckte, wenn man sie allein kostete) und hierzu passte wieder besser der Grillo, viel kräftiger strukturiert, mit schönen Aromen von weißen Früchten (Melone und Zitronenduft) und einem kleinen Bitterle am Ende (kann aber auch an den Salz-Pepperoni-Tönen des Sardinenpestos liegen..
Und jetzt bin ich satt, obwohl ich noch balsamicosierten Thun mit einem Salatchen essen wollte…morgen?

Der Manager- Papa

Standortwechsel- Palermo ich komme

Tag 12: 03.09.: Und wieder ein neuer Tag… Richtung Palermo

Normannischer Dom in Monreale bei Palermo

Beeindruckender normannischer Dom in Monreale unweit Palermo

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Wunderschöne Details im Dom Nahe Palermo

Heute gab es wieder mal einen Standortwechsel nach Castelloammare Del Golfo. Das Frühstück im alten Hotel habe ich lieber ausgelassen. Ansonsten wäre die empfohlene Tagesdosis Zucker schon doppelt in mir gewesen. Und das ganz ohne Weingenuss… Geht gar nicht!

Auf dem Weg nach Castelloammare Del Golfo musste ich an Palermo vorbei und somit auch an dem in jedem Reiseführer verzeichneten Monreale .. wieder mal ein normannischer Dom, aber hier mit mehr als 6000 qm feinster Mosaikarbeiten in byzantintinischer Pracht. Dazu ein guter Blick auf Palermo mit der klaren Erklärung, warum ich den Moloch bei 30 °C auslasse. Den Dom allerdings MUSS man gesehen haben!

Der Antreiber oder der Entspannte?!

Poolen in der Nähe von Palermo

Endlich ein paar größere Weinberge zu sehen… ich relaxe heute aber trotzdem lieber mal am Pool

Weiter geht die Fahrt ins Gebiet von Alcano, wo ich erstmals größere, oft schon gelesene Weinberge sehen kann und dann in eine wirklich schöne Unterkunft… und so steht die Frage an, ob ich mal eben auf einen Besichtigungsausflug  gehen oder statt dessen einfach nur am Pool zu relaxen… Wer wird gewinnen- der Antreiber links oder der Entspannte rechts?

Der auf meiner rechten Schulter hat endlich mal gesiegt… Und so dämmere ich jetzt gegen 16.00 Uhr dem in 4 Stunden hier vor Ort stattfindende Abendessen entgegen. Ich genieße die Sonne und genieße schon mal einen Aperol. So kann man die Zeit auch gut „rumbringen“. Es gibt durchaus schlechtere Möglichkeiten!

Essen bin ich besseres gewöhnt!

Tolle Gegend- schlechtes Essen- Schade!

Zum Abendessen kann ich nur sagen: Ups, schöner Ort- wirklich!! Aber völlig unambitioniertes Essen. Start mit Mellanzane mit Parmeggiano und Tomaten, geschichtet. Nur leider waren die Ränder total verbrannt. Dazu ein lokaler Weisswein zum wegrennen! Den kann man maximal als Säurungsmittel nutzen… Schade! Ich hoffe, dass ich dann ein bisschen was besseres finde. Sowohl beim Abendessen als auch beim Wein!

Der Manager- Papa

Natur pur- Sizilien hat einiges zu bieten

Tag 11: 02.09.: Neu Erkenntnisse mitten in der Natur

Brandverursachte Naturdenkmäler

Traurig, aber richtig pittoresk… diese brandverursachten Naturgrabmäler… und es riecht immer noch verbrannt.

Es wird schwieriger täglich zu berichten. Das Schöne daran ist, dass in der Ungewohntheit von Örtlichkeit und Zeitablauf eine Routine rein kommt – widerspricht sich… natürlich!
Heute morgen habe ich also bei Giovanni aus dem Ruhrpott, nach der Rückkehr seiner Familienreste nach Sizilien (Pollina, das Dorf mit der besten Pizza!) im Hotel Kalura beschäftigt, meinen mitgebrachten Schlauch aufziehen und den beschädigten reparieren lassen…die 25 min Arbeit sollten 5.-€ kosten (hab 10.-€ gegeben, weil es das wert war!). Und wieder Liebenswürdigkeit, freundlich zuvorkommend… schöner Menschenschlag in Sizilien…Italien!

Santuario di Gililmanna

Unten links/ großes Bild: Santuario di Gililmanna Wallfahrtskloser von 1619 der Kapuziner – am 08.09. (Mariä Geburt) ist hier die Hölle los. Nächster Etappenort Gratterie… ein typisch sizilianisches Gebirgsdorf (unten rechts)

Neue Eindrücke

Geniale Landschaft

Madonie… bestens zum Radfahren geeignet

Dann ging es los..in das Kapuziner-Wallfahrtskloster Gibilmanna, Berge hoch und runter in einer wahrhaft wild-romantischen Naturszenerie namens Madonie…wohl ca. 900 Höhenmeter..und dann weiter in ein typisches sizilianisches Gebirgsdorf Gratterie. Zwischendurch wieder nur Weißbrot und Tomaten „geveschbort“. Heute war richtig angenehm bedeckter Himmel, nachdem es früh geregnet hatte. Die Natur scheint zu atmen…
Auf dem Weg noch die verbrannten Orte besucht und dann endlich in die ersten

Weinanbau

Endlich Wein… buschig angebaut, mit süßen Trauben

Weinecken gekommen… buschiger Ausbau und schöne reif-süße Trauben. Abends dann wieder Aperitif und die nächste Nero d‘ Avola-Verkostung in der Enoteca…interessante Erkenntnisse, jetzt auch mal mit anderen Jahrgängen… später mehr.
Allein Sizilien könnte ein Weingeschäft unterhalten… wirklich tolle Dinge neu kennen gelernt, die wir später auch anbieten können!

Der Manager- Papa

Gott sei Dank gibt es Nero… also Wein ;-)

Tag 10: 01.09. Überholen ohne einzuholen…

Auf jeden Fall eine Reise wert! Cefalú unten rechts: Verteidigungsanlage über Cefalú rechts mitte: Alles brannte an einem Tag im Juli- außer dieser kleinen Schneise ums Haus... Gut, wenn man jemand von den Löschfliegern kennt ;-)

Auf jeden Fall eine Reise wert! Cefalú
unten rechts: Verteidigungsanlage über Cefalú
rechts Mitte: Alles brannte an einem Tag im Juli- außer dieser kleinen Schneise ums Haus… Gut, wenn man jemand von den Löschfliegern kennt 😉

 

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich gerade Einiges nachhole… (auch bei den Weinverkostungen- heute ein Nero aus Ragusa)

Z.B. das „Wirklich-zur-Ruhe-kommen“. Ich gewöhne mich an:

– die Siesta in der Mittagshitze
– erstmals wirklich mit mir allein zu sein (soll aber kein Dauerzustand bleiben) und
– sämtliche nomenklaturgerechten Reifenpannen der letzten 10 Jahre.

Ich habe eben den nächsten Platten. Diesmal im Sinne von McMurphy: an der Stelle der größten Entfernung zu Fahrzeug und Reparatursachen (wobei ich die nicht wirklich zum Einsatz hätte bringen wollen).

Und Erstens kommt es anders…

Himera Tempelanlage

Tempelanlage von Himera… oder auch kürzer: „im Nirgendwo“ Hier habe ich mir den Dorn in den Vorderreifen eingefahren… Zu sehen… NIEMAND

Habe mich heute morgen für eine 60km-Tour am Meer entschieden, wollte mir den Tempel in Himera anschauen und dann ins Meer (vielleicht schaffe ich das wenigstens einmal?!). Pustekuchen! Reifen platt und weil ja nur eine kleine unaufgeregte Tour in zivilisierter Gegend, nur Badesachen eingepackt und dafür die Reparaturdinge im Zimmer gelassen… Danke auch schön!
Also geschoben, an einem Restaurant gefragt, viele Ratschläge und Mitleid bekommen, dann nach dem Palaver einfach meinen B&B-Inhaber angerufen und der hat mich mit Rad im Fiat abgeholt… natürlich keine Bezahlung zugelassen!

Einfach nur freundlich, jeder dieser Italiener bisher. Und dann haben wir noch bissle über das Feuer im Juli und den vielen Beton in den absurdesten Strassenbauten gesprochen und fertig… und jetzt sitze ich unter dem Wein mit Katze und warte auf 15.00 Uhr, wenn das italienische Leben wieder beginnt…um mir dann von einem Neffen auf der Via Roma einen neuen Schlauch einziehen zu lassen. Also auf das Rad! 😉

… und Zweitens als man denkt

…hätte ich mir vorgestellt. Aber erstens war die Via Roma mehrere Kilometer lang, was die Findungsphase verlängerte und zweitens war der Neffe ein Vulkaniseur – ja, ich hab’s mit Vulkanen – der hätte mir, welches Löchlein auch immer im Reifen gestopft.

Aber ich wollte paar flotte Pfötchen, die dem Rad zu einem funktionierendem Reifen verhelfen. Jedoch mein Freund und Radbegleiter der letzten 10 Jahre namens Klaus war nicht in der Nähe… und ich wollte und konnte meine Fähigkeiten nicht bis ins Vorletzte ausreizen. Vor allem den mitgenommenen Schlauch wollte ich nicht auf dem Altar des „Der kann aber auch wirklich alles- auch Reifen flicken“ opfern.

Und ja, ich kann das und hab alles Flickzeugs aus den Jahren 1995-2010 bei mir – ich finde, eine gesunde Skepsis bezüglich des MHD ist immer angebracht, soll heißen, es hätte vielleicht sogar funktioniert…das zu ergründen hebe ich mir jedoch für eine Grenzsituation in den verbleibenden 4 Wochen oder kommenden 20 Jahren meiner Radfahrerkarriere auf. Also habe ich viele mehrere Minuten später für morgen früh gegen 09.00 Uhr einen Termin aufgerissen und bin fröhlich voller Hoffnung.
Das Schönste, mir sind zwar ca.28 km durch die Lappen und es ist beileibe nicht alles nach meinem Willen gegangen, aber das stört mich nicht, denn morgen ist auch noch ein Tag.

Enoteca gut, alles gut… auch der Nero

Cefalú und seine Enotecas- Abendimpressionen und ein Nero

Enoteca in Cefalú… sehr süß, 10 Tischchen und ein Bomben- Nero!

Letztlich habe ich meinen Aperitif nach der Dombesichtigung und dann beim netten Enoteca-Kollegen auch noch den Cataratto und einen Mords- Nero aus Ragusa nachgeholt und dann zurück..hier auf dem 3 Fahrzeuge fassenden B&B-Parkraum als 6.ter auch noch ein Plätzle gefunden und ein Ehepaar aus Österreich kennengelernt …wir haben Nero von 2.-€ und 12.-€ verkostet, ok., meiner war besser, aber niemals den 6-fachen Preis wert… Baron Montalto isses, wem der net schmeckt, gibt ihn zurück!
Und jetzt nach wirklich tiefsinnigen Gesprächen ins Bettle.

Der Manager- Papa
(Heute auch ohne Radfahren müde)

Sizilien, Betondenkmäler und ein Strudel nach dem anderen

Sizilien ich komme

Überfahrt nach Sizilien

Tag 9: 31.08. Irrwege auf Sizilien

Bin eben von der Fahrt Kalabrien – Sizilien angekommen. Die Fahrt war entspannt, keine Autobahngebühr in Kalabrien und in Sizilien bin ich Landstraße gefahren, um die Gegend zu genießen. Dabei ein bisschen Brot und Tomaten eingekauft und am Strand gepicknickt. Die Fährüberfahrt war auch in 20min ohne Warten, Anstehen oder Einparkstress erledigt, nur eben mit 78.-€ für hin und her auch kein Schnäppchen. Auf den Bildern sieht man es nur bedingt, aber das Meer schien im Hintergrund immer ganz glatt zu sein und vorn waren dann plötzlich Strudel. Das Tyrrhenische und das östliche Mittelmeer haben einen Höhenunterschied von 50 cm. Ergo es gibt immer Strömungen und Strudel… das Meer muss sich ja ausgleichen. Ein bisschen wie im Leben selbst…

Und jetzt das B&B gesucht..für 53,30€ pro Nacht. Naja, aber ich fremdel ja immer erstmal. Bin mitten in der Pampa- im Hinterland.

Landschaft auf Sizilien

Wunderschönes Sizilien! Nur diese vielen Betonarbeiten sind nicht mein Geschmack!

Meine Gedanken kreisen um die nächste Tour: Wenn ich hier starte mit dem Radfahren, finde ich es nicht wieder bzw. komme gar nicht erst an, weil ich so etwa 300 Höhenmeter mit absurden Anstiegen am Ende jeder Tour nochmal hinter mich bringen muss. Also mit dem Auto raus und immer einen Startpunkt finden, den ich auch wiederfinde…
Und essen gehen muss ich auch in der Stadt Cefalú, die 11km entfernt ist- also Autofahren… und das nur, weil ich 60 € sparen wollte. Werde jetzt nochmal schnell duschen und dann die Stadt ansehen, einen Aperitif oder einen Wein trinken und was essen gehen.

Das linke untere Bild zeigt übrigens die 2006 fertig gestellte Autobahn. Findet man so alle 3 bis 5 km die Landschaft zerschneidend… das sind Betondenkmäler sonders gleichen. Tunnel- Brücke- Tunnel… da hat jemand richtig Kohle verdient!

Sizilianische Parkplatzkreativität… Kann ich!

Parken auf Sizilien

Blöd parken? Kann ich! Hab ja nun schon eine Weile den Italienern zugesehen

Schade um die Entfernung, die Stadt ist genial…zufällig einen Parkplatz gefunden, vorn und hinten 20cm…

Dann zur Piazza Di Duomu, einfach sehenswert, trotz 18 Regentröpfchen, die kaum zum Boden kommen. Also hier wie immer Aperol Spritzz und der Vorspeisenteller, danach in einer Enoteca einen weißen Catarratto vom Etna mit Caprese und Prosciutto …das wird’s für mich für heute gewesen sein (Schade nur, dass der Inhaber den Wein mit 1,50€ zu hoch berechnet!).

Der Manager- Papa

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