Rotweinflecken entfernt man mit Salz

Rotweinflecken

Rotweinflecken entfernt man mit Salz

Rotweinflecken entfernt man mit Salz! Den Spruch kennt wahrscheinlich jeder von Mutti. Allerdings reicht es oft nicht, wenn man einfach nur Salz auf den Fleck gibt. Aber auf jeden Fall wird er etwas heller. Das Internet selbst überschlägt sich mit Vorschlägen, wie man dem Problem schnellstmöglich zu Leibe rückt. Einige habe ich an einem alten Stück Teppich ausprobiert… Keine Sorge, ich habe einen Wein genommen, der nicht schmeckt- alles andere wäre ja Alkoholmissbrauch 😉 Für alle Tipps gilt, je eher der Fleck behandelt wird, umso größer sind die Erfolgsaussichten und unbedingt die Farbechtheit prüfen- sonst ist der Fleck am Ende größer als vorher 😉

Tipp Nummer 1: Rotweinflecken entfernt man mit Salz und Kohlensäure

Zuerst wird Salz auf den Fleck gestreut. Ist aber nur sinnvoll, so lange der Fleck noch feucht ist. Das Salz saugt die im Fleck verbliebene Feuchtigkeit und damit auch einen Teil der Farbe auf. Anschließend wird der Fleck mit viel kohlensäurehaltigen Mineralwasser ausgespült. Funktioniert ganz gut und ist v.a. praktisch, wenn sich der Fleck auf einer Tischdecke befindet.

Tipp Nummer 2: Rotweinflecken entfernt man mit Glasreiniger

Eins gleich vorweg: Der Glasreiniger sollte unbedingt klar- also nicht blau!- gefärbt sein. Ansonsten verändert sich nämlich nur die Farbe des Fleckes 😉 und das ist ja nicht unbedingt das Ziel. Das Prinzip ist ganz einfach- aufsprühen, einwirken lassen, trocken tupfen. Fazit funktioniert gut, ABER unbedingt vorab die Farbechtheit des Teppichs prüfen.

Tipp Nummer 3: Rotweinflecken entfernt man mit Weißwein

Ich gebe zu, der Tipp klingt wirklich lustig und NEIN: es geht nicht darum ausreichend Weißwein zu trinken, damit man den Fleck nicht mehr sieht… Die in Weißwein enthaltene Säure soll den Fleck lösen. Insofern einen möglichst säurehaltigen Wein nehmen- beispielsweise Riesling. Wer seinen Weinvorrat etwas schonen möchte- immerhin wurde ja grad schon Rotwein verkleckert, wer möchte da noch Weißwein hinterher gießen?- kann man auch einfach Essig (riecht nicht besonders gut und geht zu Lasten der weiteren Verkostung) oder Zitronensaft (geruchlich schon wesentlich besser) nehmen.

Tipp Nummer 4: Rotweinflecken unterwegs entfernen

Das ist ein Tipp für Rotweintrinker mit kleinen Kindern. 😉 Da hat man nämlich fast immer Feuchttücher (eigentlich für den Babypopo) mit dabei. Egal welche Art von Fleck, einfach mit den Feuchttüchern ausreiben und fertig. Funktioniert in Sekundenschnelle und hat mir schon mehr als einmal das Leben gerettet (zumindest optisch).

Fazit

Es funktionierten bei mir eigentlich alle Tipps. Wobei man dazu sagen muss, dass ich mir vor der Kleckerei auch schon alle Reinigungsutensilien bereit gestellt hatte- sprich schnell reagieren konnte. Es sei der Hinweis gestattet, dass jeder die Experimente bitte auf eigene Gefahr wiederholt und ich nicht vorbei komme um den Fleck nachzubehandeln 😉

Rotweine zum Kleckern gibt es übrigens hier 😉 Ansonsten würde mich natürlich interessieren, welche Tricks Ihnen geholfen haben.

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

P.S. Die Tipps gabs übrigens u.a. auf den Seiten „frag-Mutti.de“ und „zuhause.de“.

Wein-Tipp: Wie voll dürfen Weingläser sein?

Wie voll dürfen Weingläser sein?

Wie voll dürfen Weingläser sein?

Die Frage wie voll Weingläser sein dürfen wird öfter gestellt. Und lässt sich relativ einfach beantworten… Es kommt darauf an. 😉 Anlässlich einer Weinverkostung werden grundsätzlich nur ein paar Schluck in das Glas eingegossen. Genau so viel das der Wein sich richtig entfalten kann und genau so wenig das man kein übermäßig schlechtes Gewissen haben muss, wenn man den Rest weg schüttet. Genau das macht man nämlich bei Weinverkostungen. Ansonsten schmeckt man von den letzten Weinen nämlich nichts mehr, sondern frönt nur noch seinem Rausch 😉

Wie voll soll nun aber im Privaten das Weinglas sein?

Weißweingläser werden maximal bis zur Hälfte gefüllt und Rotweingläser sollten nicht mehr als ein Drittel voll sein. Nur bei Sekt oder Champagner machen wir eine Ausnahme. Hier dürfen Sie die Gläser bis ca 2/3 voll füllen.

Warum nun aber mit Mathematik diese sonst so angenehmen Sache der Wein- Trinkerei verkomplizieren?

Das hat nichts mit Geiz zu tun sondern mit Genuss und drei Fakten: Zum einen hält sich ein randvoll gefülltes Glas Wein an einem dünnen Stil mehr als schlecht. Wenn Sie mir nicht glauben, dann probieren Sie es einfach mal aus (aber vielleicht besser mit Wasser füllen 😉 ). Zum anderen erwärmt sich der Wein im Glas wesentlich schneller als in der Flasche und als letztes- meines Erachtens wichtigstes Argument- kann sich das Weinbouquet nicht richtig entfalten.

Insofern schüttelt es mich immer ein wenig, wenn ich in Restaurants das Weinglass bis zum Rand vollgeschenkt bekomme… eine kleine Karaffe würde hier Abhilfe schaffen und allen den Weingenuss deutlich erhöhen.

Übrigens hat eine Studie ergeben, dass die wenigsten die richtige Füllmenge abschätzen können- auch nach wiederholten „üben“ nicht. Wenn also nicht genau 1/3 Rotwein im Glas ist, machen Sie sich keine Sorgen und betrachten Sie das Ganze- wie den Rest des Weingenusses- mit der üblichen Gelassenheit.

Ihnen hat der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich über ein Kommentar!

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

P.S.: Im Fall des Falles natürlich auch über Kritik, denn nur die führt ja bekanntlicher Weise zur Verbesserung.

Badische Weinmesse: Weinverkostung pur

Badische Weinmesse

Badische Weinmesse

Die Badische Weinmesse reizt mich seit Längerem, nicht zuletzt, weil mein Vater seit einigen Jahren da in der Nähe wohnt. Leider hat es auch dieses Jahr noch nicht geklappt… der jüngste Nachwuchs ist einfach noch nicht so weit 😉 Kurzerhand hat sich also mein Vater „geopfert“ und durfte sich durch diverse badische Weingüter verkosten. Der Bericht folgte auf der Stelle (da ist er offenkundig disziplinierter als ich 😉 ). Einen lieben Dank dafür und Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Julia Bock

P.S. Mich kennen Sie ja… auf dem Bild dann mein Papa dazu 😉

Samstag, Offenburg, Badische Weinmesse. Die ganz großen Namen fehlen… also Zeit für die 2015er Weine der vermeintlich Kleineren… Mit 1 Mio Flaschen nicht klein, aber der Sohn umso sympathischer bei der Präsentation, das Weingut Bimmerle mit wirklich guten Weißweinen- wohl 98% prämiert. Unangreifbar mit seinen Oberklasse- Weinen das VDP- Weingut Wöhrle (Lahr). Hier vor allem Kronenbühl- Grauburgunder und Spätburgunder – sehr sympathisch, dass der Inhaber selbst ohne großes Brimborium seine Weine auf dieser Publikumsmesse präsentiert. Aber eine wirklich tolle Überraschung war die Verkostung beim Weingut Arndt Köbelin vom Kaiserstuhl: die sehr schönen und bei dieser Messe herausragenden 2015er Grau- und Weissburgunder Kabinett trocken finden eine zusätzliche Steigerung schon bei der noch frühen Fassprobe der Lage Lösswand. Trotz intensiver Vanillenoten bleibt eine wunderbare Frucht und dann gleiches bei den roten Spätburgundern: der „normale“, wunderbar kirschfruchtige Holzfassausbau ohne jegliche- leider oft auch auf dieser Messe gefundenen- sehr spitzen Brennigkeit hat eine Barrique-Entsprechung der Lage Lösswand. Nachdem am Vorabend ein 2003-er Grauburgunder von Dr.Heger ein klasse Speisenbegleiter war…diese Lösswand-Weine des JG 2015 haben gleiches Potential zum deutlich günstigeren Preis…die Gutsweine unter 10.-€, die lagerfähigen „Lösswand“-Selektionen zwischen 16.- und 20.-€.
Und zum Abschluss hatten wir noch eine schöne Verkostung der reichhaltigen Whisky-Variationen der Kinzig-Brennerei Martin Brosamer, dessen Kinzigtäler Single Malt sowie die 5- und 8-jährige Abfüllung sehr schön, preislich akzeptabel waren und Lust auf die 12-jährige Abfüllung machen.

Rundum ein süffiges Wochenende!

A. Galle

Beeinflusst Musik den Geschmack von Wein?

Der Einfluss von Musik auf Wein

Der Einfluss von Musik auf den Geschmack von Wein

Oder um es kurz zu sagen, unser Gehirn interpretiert die Musik. Und zwar in jeder Lebenslage. Für das Shoppingverhalten wurde der Effekt von Musik, Beleuchtung, etc. ja schon des Öfteren untersucht. Dr. North hatte die Idee zu überprüfen, ob Hintergrundmusik den Geschmack von Wein bei den Weintrinkern beeinflusst. In dem Versuch wurde 250 Erwachsenen ein Gratis- Glas Rot- oder Weißwein angeboten. Dazu wurden Sie in einen von 5 Räumen geführt. In vier der fünf Räume wurde Musik gespielt. Unter anderem:

  • Carmina Burana (Orff, schwere Musik),
  • der Blumenwalzer („Der Nussknacker“, leichte Musik),
  • Just Can’t Get Enough („Nouvelle Vague“, erfrischende/abwechslungsreiche Musik) und
  • Slow Breakdown („Michael Brook“, sanfte Musik).

Die Weintrinker, die in den Raum ohne Musik geführt wurden, dienten als Vergleichsgruppe. Jeweils 125 Personen bekamen den gleichen Rot- bzw. Weißwein.

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Kann Musik den individuellen Geschmack von Wein beeinflussen?

Im Ergebnis beschrieben die Probanden den selben Wein häufiger entsprechend der Musikrichtung entweder als mächtig und schwer, subtil und verfeinert, erfrischend oder eher sanft und weich als die Vergleichsgruppe ohne Musik. Und das wie gesagt, OBWOHL sie den gleichen Wein getrunken haben. Der individuelle Geschmack des Weines scheint sich also zu verändern. Alle die den Blumenwalzer gehört hatten, beschrieben weitaus häufiger ihren Wein (egal ob rot oder weiß) als leicht, als die Weintrinker der anderen Musikrichtungen bzw. als die ohne Musik.

Interessant in dem Zusammenhang auch der Hinweis von Dr. North, dass die Musik zwar den Weingeschmack beeinflusste, nicht aber die Tatsache, OB der Wein geschmeckt- oder eben nicht geschmeckt hat.

Die ganze Studie gibt es hier (musicandwine), wenn auch leider nur auf Englisch.

Was sagt uns das nun für unser Trinkverhalten? Ob der Wein schmeckt oder nicht, können wir selbst entscheiden. Wie er jedoch schmeckt beeinflusst tendentiell die Musik. Wenn wir also einen harten Tag hatten, sollten wir wohl zum Wein eher leichte, entspannende oder auch anregende Musik hören, um den Wein entsprechend genießen zu können. Umgedreht dürfte am Ende eines Urlaubstages uns der Wein auch zu Carmina Burana sehr gut schmecken. 😉

Probieren Sie es doch mal aus bzw. testen Sie Ihre Gäste, ob Sie den gleichen Wein unterschiedlich bewerten. Es würde mich interessieren, welche Erfahrungen Sie damit machen!

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

Sauvignon Blanc- Ein Wein für den Frühling

Mein Wiedereinstieg in die Welt der Weinverkostungen begann mit einem oder besser gesagt zwei Knallern! Zur Verkostung standen zwei Sauvignon Blanc an. Sauvignon Blanc ist eine der wichtigsten Edelreben. Man geht davon aus, dass die Rebe- ähnlich wie der Cabernet Sauvignon- aus dem Bordeaux- Gebiet stammt. Neben Frankreich findet sich die Rebsorte v.a. auch in Neuseeland und Österreich.

Dusky Sounds Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc Dusky Sounds Neuseeland

Sauvignon Blanc
Dusky Sounds
Neuseeland

Der 2012er Dusky Sounds Sauvignon Blanc ist zum Niederknien und passte zum angenehmen Frühlingswetter. Der Wein hat seinen Namen von Fjord Dusky Sound in Neuseeland erhalten. James Cook hat es 1770 entdeckt und war damals von der Artenvielfalt der Vögel begeistert. Ähnlich reich sind auch die Aromen des Weines. Man schmeckt förmlich die Natur und mit ein bisschen Fantasie kann man sich glatt nach Neuseeland versetzt fühlen.
Als erstes fällt die grün- gelbliche Färbung des Weines auf. Bereits in der Nase entfalten sich tropische Früchte. Das erste was mir in den Sinn kam waren Stachelbeeren und Kiwi. So kann der Frühling beginnen. Im Mund explodieren die Aromen dann regelrecht. Sie werden Grapefruit mit einer leichten Bitternote schmecken und etwas Ananas. Mit rund 13 % Alkohol aber auch ein ziemlich kräftiger Weißwein.

 

 

Sauvignon Blanc Maison Rigal Frankreich

Sauvignon Blanc
Maison Rigal
Frankreich

Nummer zwei war geografisch etwas näher und genauso überzeugend. Der

Sauvignon Blanc des Maison Rigal

Das Maison Rigal ist in der Gascogne (Frankreich) seit 1755 ansässig und gilt als Spezialist für den Sauvignon Blanc dieser Region. Schon das Etikett (wonach Nicht- Wein- Käufer ja häufig einkaufen 😉 ) überzeugt: elegant und ohne Schnörkel. So auch der Wein selbst. „The Original Sauvignon Blanc“ nennt er sich. Und das zurecht! Selten erlebt man einen so ausgewogenen Wein. Angenehm frische fruchtige Aromen steigen einem in die Nase.

Schließen Sie die Augen, genießen Sie das Gezwitscher der Vögel und den Wein. Ich bin absolut begeistert. Die Erinnerungen an frische, noch sonnenwarme Pfirsiche steigen in einem hoch. Mit ein bisschen Fantasie schmeckt man dann ein bisschen Fechnel und eine angenehme Zitronennote rundet den Wein ab.

Man schmeckt förmlich die Sonne im Glas. Für den Wein benötigt man nicht zwingend Essen. Denn kann man sich auch mal so gönnen. Sollte es aber dennoch etwas gehaltvolleres sein würde ich sicher zu Garnelen greifen. Ganz einfach in ein bißchen Öl angeschwenkt. Dazu ein leichter Salat und die Welt ist in Ordnung!

Mein Fazit: Beide Weine sind absolute Spitzenklasse und kommen bei mir garantiert öfter ins Glas!

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

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