Verdejo… Der Spitzenweißwein aus Rueda

Ich habe neulich in der „Weinwirtschaft“ einen sehr interessanten Artikel über „Kastiliens Weißweinikone Rueda“ gelesen und

Javier Rodriguez: Spanischer Wein- Sanzo Verdejo Frizzante und Sanzo Tempranillo Frizzante

Javier Rodriguez: Spanischer Wein- Sanzo Verdejo Frizzante und Sanzo Tempranillo Frizzante

musste sofort an meinen Lieblingswinzer Javier Rodriguez denken. Einer meiner Favouriten von ihm für den Sommer ist der Verdejo Frizzante, den man sich natürlich beim Lesen des entsprechenden Artikels unbedingt zu Gemüte führen sollte 😉

Optimaler Weise gut gekühlt. Für den Sommer nicht nur aufgrund der Aromen von Melone, Apfel und Zitronen geeignet, sondern auch weil er lediglich 10 % Alkoholgehalt hat. Damit zählt er zu den leichteren Weißweinen und kann definitiv auch schon mal zum Nachmittag genossen werden. 😉

Die Verdejo- Traube wurde übrigens im 11. Jahrhundert von Nordafrika nach Spanien eingeführt und hat sich hier hervorragend angepasst. Auch wenn die „Weinwirtschaft“ unterschwellig moniert, dass eine breitere „Auffächerung des Angebots“ von Weißweinen aus Rueda- also weg von reinen Verdjeo- Weinen hin zu Verdejo- Sauvignon- Cuvées- notwendig ist, gehört für mich ein guter Verdejo Frizzante von Rodriguez einfach zum Sommer dazu! Mit über 53 Mio produzierten Flaschen 2014 und einer Anbaufläche von über 10.000 ha ist der Rueda- Verdejo auch nach wie vor Spitzenreiter im Absatz. 80 % der Produktionsmenge trinken die Spanier übrigens selbst. Als Exportland stehen wir hinter Holland (mit über 3,3 Mio Flaschen) auf Platz 2. Über 2,3 Mio Flaschen wurden 2014 nach Deutschland verkauft. Sicher, davon ist nicht jeder von meinem Lieblingswinzer, nicht jeder als Frizzante ausgebaut und sicher auch (noch) nicht jeder getrunken, aber das Potential auf dem hiesigen Markt dürfte meines Erachtens wachsen. Vor allem, wenn tatsächlich- wie im Artikel angerissen- die Cuvées sich weiterentwickeln.

Verdejo lässt sich hervorragend ohne Begleiter trinken. Wer doch „Gesellschaft“ mag, dem sind kaum Grenzen gesetzt. Leichte mediterrane Küche, gern auch vom Grill, eignet sich genauso gut wie verschiedene Fischgerichte. Übrigens gibt es von besagten Lieblingswinzer (Javier Rodriguez) noch jede Menge anderer Spitzenweine, die regelmäßig diverse Auszeichnungen einheimsen. Völlig zu Recht wie ich finde. Wer mag, kann dazu hier auch nochmal lesen oder kostet einfach mal den Lacrimus 5.

Avinieren- Weinverkostung mit einem Glas

Avinieren- Weinverkostung mit nur einem Glas

Avinieren- Weinverkostung mit nur einem Glas

Frei nach dem Motto geht nicht- gibt’s nicht, dreht sich das heutige Thema um die richtigen Weinverkostung oder besser gesagt um eine improvisierte Weinverkostung und eine Technik, die sich „avinieren“ nennt.

Als eines der größten „Probleme“, für die Durchführung einer Weinverkostung, wird immer die Anzahl der Gläser benannt. Ok, im Idealfall haben wir für jeden Wein ein neues Glas. Aber eigentlich reicht im Minimum für jeden Gast ein Rotwein-, ein Weißwein- und ein Schaumweinglas. Natürlich kann man hier noch differenzieren nach Art des Rotweines: schwer oder leicht etc. Aber für den Einstieg sind die Gäste immer schon zufrieden, wenn jeder sein eigenes Glas hat 😉

Wein avinieren

Wein avinieren

Bei einer Verkostung geht es ja bekannterweise nicht darum jedes Glas auszutrinken, sondern darum, Farbe, Geruch und Geschmack des Weines zu analysieren. Für den Weinfreund steht dabei in der Regel die Frage im Vordergrund: „Mag ich den Wein so, dass ich ihn gern öfter trinken würde?“ Diese Frage lässt sich meist schon nach ein, zwei kleinen Schlucken klären und der Rest wird dann in den bereit gestellten Behälter entsorgt.
Aber zurück zu den Gläsern bzw. der Problematik für jeden Gast nur ein Glas zu haben. Das Prinzip, welches hier Anwendung findet nennt sich

„avinieren“.

Bei dem Thema scheiden sich die Geister… Fakt ist, selbst wenn Sie für jeden neuen Wein ein neues Glas haben, ist das Glas im Vorfeld bereits mit anderen Substanzen in Verbindung gekommen. Das können das Spülmittel, Staub oder auch Geschirrspülsalze sein. Mit dem Avinieren sollen diese Gerüche und Geschmäcker nun neutralisiert und auf den Wein vorbereitet werden.
Die Technik, die dabei Anwendung findet ist simpel und lediglich eine Übungsfrage. Man schüttet ein paar Tropfen des Weines in das Glas, hält dieses schräg und dreht das Glas nun am Fuß bis es komplett benetzt ist. Die Weintropfen kann man nun in das nächste Glas schütten und genauso verfahren… auf diese Art und Weise reduziert sich die Verschwendung des kostbaren Naß. Nur nach dem letzten Glas sollten Sie den Rest dann entsorgen. 😉 Nimmt man es jetzt ganz genau müsste man das Aviniern auch bei Dekantern anwenden… nur leider reichen da ein paar Tropfen nicht.

Wenn Sie in Zukunft also mehrere Weine aus einem Glas (nacheinander 😉 ) trinken wollen, wachsen Ihnen hoffentlich keine grauen Haare und den passenden Fachbegriff kennen Sie nun auch 😉 Weine zum avinieren oder einfach so trinken, finden Sie hier.

Weinhaltig Grüße

Julia Bock

P.S.: Es würde mich interessieren, was Sie von dem Prinzip halten… Sinnvoll oder Quatsch?

 

Buchrezension: Fleisch essen? U. Weiler

Buchrezension: Ulrike Weiler- Fleisch essen?

Buchrezension: Ulrike Weiler- Fleisch essen?

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich nicht ein Buch rezensieren möchte. Eigentlich auch völlig fachfremd- es geht nämlich um die Frage „Fleisch essen?“ und nicht um Wein. Ich habe mich trotzdem dazu entschieden, denn Bestandteil des Buches sollen auch Rezepte von Markus Eberhardinger sein… und der ist ein nicht ganz unbekannter Sternekoch 😉

Also auf ins Rezensionsvergnügen: Die Autorin Ulrike Weiler ist studierte Agrarwissenschaftlerin und lehrt an der Uni Hohenheim als Professorin für Nutztierwissenschaften. Das Buch selbst ist quasi eine Argumentationshilfe für alle Fleischesser. Ich persönlich zähle mich da eher zu den im Buch bezeichneten „Flexitarier“. Sprich, ich esse Fleisch durchaus gern und mit großem Vergnügen, aber dazwischen liegen Phasen des vegetarischen Alltags. Oder wie ich es nenne, ich bin Wochenend- Fleischfresser 😉

Frau Weiler untersucht im Buch u.a. den Einfluss der veränderten Ernährungsgewohnheiten- speziell beim Fleisch essen- auf die menschliche Spezies. Sie unterscheidet dabei wer oder was für Fleischesser es dabei gibt und definiert u.a. was Flexitarier, Omnivoren, Vegetarier etc. sind. Die Schreibe ist angenehm und stellenweise unerwartet humorvoll, jedoch wird hier eindeutig eine Lanze für den Fleischkonsum gebrochen und die Vorteile einer ausgewogenen Fleischernährung beleuchtet. Sie geht dabei auch auf die Risiken des Fleischkonsums ein und zeigt vor allem wo und wie man hochwertiges Fleisch findet.

Das Buch ist also durchaus für Flexitarier 😉 und „Fleischfresser“ geeignet. Wer allerdings Veganer oder Vegetarier ist, der sollte sich ein anderes Buch zu Gemüte führen- es sei denn er möchte sich bekehren lassen 😉 Die auf dem Cover angebotenen Rezepte darf man nicht überbewerten, sie sind keineswegs in Hülle und Fülle zu finden. Herr

Verantwortungsvoller Fleisch- und Trinkgenuss ;-)

Verantwortungsvoller Fleisch- und Trinkgenuss ;-)

Eberhardinger legt sein Augenmerk auf eine die Argumentation von Frau Weiler unterstützende Warenkunde. Ich persönlich finde das etwas Schade, da hier meines Erachtens die Chance vertan wird, das Buch für eine breiter Masse- abseits der Suche nach Fakten für den Fleischkonsum anzusprechen. Alles in allem aber ein gutes Buch. Vor allem weil es sich ganz klar für eine artgerechte Tierhaltung und eine größere Wertschätzung beim Verzehr des Fleisches einsetzt. Hier leistet das Buch für mich seinen größten Beitrag. Jeder der sich für Billigfleisch entscheidet, sollte neben dem Tierwohl auch einmal an sein eigenes Wohl und diverse Gammelfleischskandale denken.Wer sich dafür interessiert, wird beim Westend Verlag fündig.

Ich genieße dafür nun erstmal ein leckeres Stück Rindfleisch- aus biologischer Herkunft- und dazu einen süffigen Rosé.

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

Der Messias- Verkostung à la Mädelsabend

Nun sitze ich ja direkt an der Quelle und mein Keller „läuft“ vor Wein fast über, was meine Schwester bemüssigte eine Weinverkostung mit ihren Mädels einzufordern. Ehrlich gesagt war das längst überfällig und mir kam es sogar ganz entgegen. 😉

Verkostung des Weingutes Messias aus Portugal

Verkostung des Weingutes Messias aus Portugal

Das schöne an der Geschichte- meine Schwester kann richtig gut kochen und ich komme damit nicht nur in den Genuß leckerer Weine, sondern auch von gutem Essen. Um es kurz zu machen, der Abend war lang, das Essen super und die Weine auch. Jeden einzelnen nun hier vorzustellen, sprengt meine heutige Zeitkapazität, deswegen nur meine zwei persönlichen Wein- Highlights des Abends- da sie sozusagen aus der Außenseiterposition gestartet sind. Beide stammen vom Weingut Messias. Hier ist der Name Programm. Beide Weine gibt es ab einem Preis von 4,29 €- z.B. hier. Wer jetzt Weine à la „Baron Rothschild“ erwartet wird natürlich enttäuscht. Wir reden hier ganz klar von netten Alltagsweinen, die man aber sehr angenehm trinken kann- muss ja nicht immer die 20 €- Flasche sein 😉

 

Aber der Reihe nach: Zuerst der Messias Vinho Verde

Messias Vinho Verde

Messias Vinho Verde

Wörtlich übersetzt heißt der Wein „grüner Wein“. Auch wenn sich damit ganz gut die Farbnuancen des Weißweines beschreiben lassen, zielt der Name doch eher auf die Region, in welcher der Wein angebaut wird. Nämlich ganz im Norden Portugals zwischen den Flüssen Douro und Minho. Der Messias setzt sich aus den regionstypischen Rebsorten Loureiro ( 40%), Azal ( 40%) und Pederna (20%) zusammen. Da es in dieser Region sowohl sehr warm, als auch verhältnismäßig niederschlagsreich ist, wachsen die Reben zu teilweise 2m hohen Pergolen, um sie vor Hitze und Feuchtigkeit zu schützen.

Das Weingut Messias wurde 1926 von Messias Baptista (daher also der Name 😉 ) gegründet und ist heute eines der größten und bedeutensten Weingüter Portugals. Gelobt wird nicht nur der Weißwein und der Rosé sondern auch die angenehm leichten Rotweine, aber die werde ich bei Gelegenheit mal verkosten ;-).

Der Vinho Verde ist fantastisch für den Sommer geeignet. Mit nur 8,5% Alkoholgehalt, darf er also durchaus auch mal zu einem leichten Mittagessen genoßen werden. Im Mund ist er angenehm spritzig und leicht perlend. Ich finde er hat eine angenehme Säure mit Zitrusaromen. Wer jetzt allerdings eher der fruchtbetonte Weißweinliebhaber oder gar Freund lieblicher Weine ist, der sollte sich einen anderen Wein aussuchen 😉 Für den Sommer bekommt er allerdings von mir die volle Weinknüller- Punktzahl 😉

Wenden wir uns nun dem Messias Vinho Rosé zu.

Messias Vinho Rosé

Messias Vinho Rosé

Der Rosé ist mein ganz klarer Favourit für diesen Sommer. Wer der typische Etikettenkäufer ist (von denen gibt es mehr als man denkt 😉 ) der wird auch nicht enttäuscht- ein schöner äußerer Auftritt- verstärkt durch den Himbeerton, den der Wein im Glas hat. Die Farbe stimmt mit Geruch und Geschmack überein. Angenehme Aromen von Himbeere und Erdbeere- schön fruchtig und süffig! Alkoholgehalt ist auch gerade mal bei 11 % – also ideal für warme Sommertage! Ich würde ihn bei ca. 8- 10 °C trinken. Geeignet ist er zu leichten, sommerlichen Speisen- die mediterrane Küche ist hier definitiv der beste Begleiter… Aber ehrlich: Eigentlich braucht der Rosé keinen Begleiter.

Richtig gut schmecken beide Weine natürlich in Gesellschaft von Freunden und Familie.  😉 Um zu schließen halte ich es heute mit Joachim Ringelnatz:

„Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind jede, aus denen man trinkt.“

Welche Favouriten haben Sie für diesen Sommer? Lassen Sie mir doch einen Tipp da, welchen Wein ich als nächstes verkosten soll.

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

 

Rotweinflecken entfernt man mit Salz

Rotweinflecken

Rotweinflecken entfernt man mit Salz

Rotweinflecken entfernt man mit Salz! Den Spruch kennt wahrscheinlich jeder von Mutti. Allerdings reicht es oft nicht, wenn man einfach nur Salz auf den Fleck gibt. Aber auf jeden Fall wird er etwas heller. Das Internet selbst überschlägt sich mit Vorschlägen, wie man dem Problem schnellstmöglich zu Leibe rückt. Einige habe ich an einem alten Stück Teppich ausprobiert… Keine Sorge, ich habe einen Wein genommen, der nicht schmeckt- alles andere wäre ja Alkoholmissbrauch 😉 Für alle Tipps gilt, je eher der Fleck behandelt wird, umso größer sind die Erfolgsaussichten und unbedingt die Farbechtheit prüfen- sonst ist der Fleck am Ende größer als vorher 😉

Tipp Nummer 1: Rotweinflecken entfernt man mit Salz und Kohlensäure

Zuerst wird Salz auf den Fleck gestreut. Ist aber nur sinnvoll, so lange der Fleck noch feucht ist. Das Salz saugt die im Fleck verbliebene Feuchtigkeit und damit auch einen Teil der Farbe auf. Anschließend wird der Fleck mit viel kohlensäurehaltigen Mineralwasser ausgespült. Funktioniert ganz gut und ist v.a. praktisch, wenn sich der Fleck auf einer Tischdecke befindet.

Tipp Nummer 2: Rotweinflecken entfernt man mit Glasreiniger

Eins gleich vorweg: Der Glasreiniger sollte unbedingt klar- also nicht blau!- gefärbt sein. Ansonsten verändert sich nämlich nur die Farbe des Fleckes 😉 und das ist ja nicht unbedingt das Ziel. Das Prinzip ist ganz einfach- aufsprühen, einwirken lassen, trocken tupfen. Fazit funktioniert gut, ABER unbedingt vorab die Farbechtheit des Teppichs prüfen.

Tipp Nummer 3: Rotweinflecken entfernt man mit Weißwein

Ich gebe zu, der Tipp klingt wirklich lustig und NEIN: es geht nicht darum ausreichend Weißwein zu trinken, damit man den Fleck nicht mehr sieht… Die in Weißwein enthaltene Säure soll den Fleck lösen. Insofern einen möglichst säurehaltigen Wein nehmen- beispielsweise Riesling. Wer seinen Weinvorrat etwas schonen möchte- immerhin wurde ja grad schon Rotwein verkleckert, wer möchte da noch Weißwein hinterher gießen?- kann man auch einfach Essig (riecht nicht besonders gut und geht zu Lasten der weiteren Verkostung) oder Zitronensaft (geruchlich schon wesentlich besser) nehmen.

Tipp Nummer 4: Rotweinflecken unterwegs entfernen

Das ist ein Tipp für Rotweintrinker mit kleinen Kindern. 😉 Da hat man nämlich fast immer Feuchttücher (eigentlich für den Babypopo) mit dabei. Egal welche Art von Fleck, einfach mit den Feuchttüchern ausreiben und fertig. Funktioniert in Sekundenschnelle und hat mir schon mehr als einmal das Leben gerettet (zumindest optisch).

Fazit

Es funktionierten bei mir eigentlich alle Tipps. Wobei man dazu sagen muss, dass ich mir vor der Kleckerei auch schon alle Reinigungsutensilien bereit gestellt hatte- sprich schnell reagieren konnte. Es sei der Hinweis gestattet, dass jeder die Experimente bitte auf eigene Gefahr wiederholt und ich nicht vorbei komme um den Fleck nachzubehandeln 😉

Rotweine zum Kleckern gibt es übrigens hier 😉 Ansonsten würde mich natürlich interessieren, welche Tricks Ihnen geholfen haben.

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

P.S. Die Tipps gabs übrigens u.a. auf den Seiten „frag-Mutti.de“ und „zuhause.de“.

Wein-Tipp: Wie voll dürfen Weingläser sein?

Wie voll dürfen Weingläser sein?

Wie voll dürfen Weingläser sein?

Die Frage wie voll Weingläser sein dürfen wird öfter gestellt. Und lässt sich relativ einfach beantworten… Es kommt darauf an. 😉 Anlässlich einer Weinverkostung werden grundsätzlich nur ein paar Schluck in das Glas eingegossen. Genau so viel das der Wein sich richtig entfalten kann und genau so wenig das man kein übermäßig schlechtes Gewissen haben muss, wenn man den Rest weg schüttet. Genau das macht man nämlich bei Weinverkostungen. Ansonsten schmeckt man von den letzten Weinen nämlich nichts mehr, sondern frönt nur noch seinem Rausch 😉

Wie voll soll nun aber im Privaten das Weinglas sein?

Weißweingläser werden maximal bis zur Hälfte gefüllt und Rotweingläser sollten nicht mehr als ein Drittel voll sein. Nur bei Sekt oder Champagner machen wir eine Ausnahme. Hier dürfen Sie die Gläser bis ca 2/3 voll füllen.

Warum nun aber mit Mathematik diese sonst so angenehmen Sache der Wein- Trinkerei verkomplizieren?

Das hat nichts mit Geiz zu tun sondern mit Genuss und drei Fakten: Zum einen hält sich ein randvoll gefülltes Glas Wein an einem dünnen Stil mehr als schlecht. Wenn Sie mir nicht glauben, dann probieren Sie es einfach mal aus (aber vielleicht besser mit Wasser füllen 😉 ). Zum anderen erwärmt sich der Wein im Glas wesentlich schneller als in der Flasche und als letztes- meines Erachtens wichtigstes Argument- kann sich das Weinbouquet nicht richtig entfalten.

Insofern schüttelt es mich immer ein wenig, wenn ich in Restaurants das Weinglass bis zum Rand vollgeschenkt bekomme… eine kleine Karaffe würde hier Abhilfe schaffen und allen den Weingenuss deutlich erhöhen.

Übrigens hat eine Studie ergeben, dass die wenigsten die richtige Füllmenge abschätzen können- auch nach wiederholten „üben“ nicht. Wenn also nicht genau 1/3 Rotwein im Glas ist, machen Sie sich keine Sorgen und betrachten Sie das Ganze- wie den Rest des Weingenusses- mit der üblichen Gelassenheit.

Ihnen hat der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich über ein Kommentar!

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

P.S.: Im Fall des Falles natürlich auch über Kritik, denn nur die führt ja bekanntlicher Weise zur Verbesserung.

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