Das etwas andere Weihnachtsmenü

Kennen Sie das…Kurz vor Weihnachten, bekommt man Besuch und möchte, den weihnachtlichen Völlereien zum Trotz, etwas kochen. Möglichst leichte Küche- eben wegen jener Völlerei- aber trotzdem raffiniert. Und wenn wir schon dabei sind, sollte es möglichst wenig Arbeit machen.

Ich vermute, Sie kennen das. Nun, da hätte ich eine Lösung. Ein völlig unkompliziert zu kochendes 3- Gang- Menü. Natürlich mit den passenden Weinempfehlungen. Denn Sie wissen ja… das Leben ist zu kurz für schlechten Wein!

Hier also das Menü:

Linsenschaumsüppchen

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Schweinelende im Bergwiesenheu

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Karamellisierte Mango an Vanilleeis

Klingt doch toll, oder? Für alle die jetzt das Wörtchen „unkompliziert“ anzweifeln: Erst weiterlesen!

Das Süppchen kocht sich defacto von selbst. Sie nehmen rote Linsen- für 4 Personen nehme ich immer 500 g. Einfach eine Zwiebel klein schneiden und mit den Linsen kurz glasig dünsten. Anschließend mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Geschmacklich geeignet ist der Frizzante Verdejo von Javier Rodriguez. Die leichten Zitronen- und Melonennoten, geben der Suppe eine angenehme Säure. Dann mit Brühe auffüllen- je nach Vorliebe Fleisch- oder Gemüsebrühe. Ca. 10 – 12 Minuten köcheln, pürieren, fertig. Und Sie haben eine hervorragende Vorspeise. Beim Wein, würde ich bei dem T- Sanzo Verdejo Frizzante bleiben. Bietet sich an, da sie Nuancen davon ja bereits in Ihrer Suppe wiederfinden.

Kommen wir zum Hauptgang:

Für 4 Personen brauchen Sie mind. 600 g von der Lende. Ggf. etwas mehr, weil es einfach zu gut schmeckt. Übrigens, wer sich geschmacklich noch etwas verbessern möchte, nimmt ein Rinderfilet. Zusätzlich brauchen Sie noch Bergwiesenheu, Brühe und Gemüse (Möhren, Lauch, Sellerie) für die Sauce.

Wenn Sie jetzt ein Dampfgarsystem haben- ich habe eins von Silit (da ist übrigens auch das Rezept angelehnt), sind Sie klar im Vorteil. Ansonsten eignet sich aber auch ein großer Topf mit passenden Siebeinsatz und Deckel. Sie betten jetzt die Lende auf das Bergwiesenheu (im Dämpf- oder eben Siebeinsatz), wenn vorhanden streuen Sie noch ein paar Kamillenblüten auf die Lende und decken Sie dann auch mit Bergwiesenheu zu.

Das benötigen wir gleich. Jetzt das Gemüse klein würfeln und im Bräter (bzw. dem Topf) anschwitzen. Ich lösche es immer mit einem Schuss Rotwein ab (hier z.B.  den Vall Sanzo Crianza von Javier Rodriguez). Dann wieder mit Brühe auffüllen, Dämpfeinsatz daraufsetzen, Deckel drauf und los geht’s. Wenn Sie ein Thermometer haben (bei Silit dabei) perfekt! Jetzt darauf achten, dass Sie eine Temperatur von 80- 90 °C erreichen und ca. 40 Minuten garen. In der Zwischenzeit können Sie die Beilage zubereiten. Dazu passen z.B. Kartoffeln und Zuckerschoten. Wenn es leichter sein soll, können Sie auch einfach einen Salat dazu reichen.

Während jetzt also die Kartoffeln und das Fleisch vor sich hin köcheln, könnten Sie die Suppe vorbereiten. Oder aber Sie haben die Suppe bereits früh oder am Vortag zubereitet und decken jetzt den Tisch, o.ä. Ich bereite alles immer so vor, dass das Fleisch ca. ein viertel Stunde vor Ankunft der Gäste aufgesetzt wird, die Kartoffeln geschält sind und mit Beginn der Vorspeise anfangen zu kochen. Auf diese Art und Weise ist alles auf den Punkt fertig und Sie müssen nichts groß warm halten.

Das Dessert bereiten Sie dann live zu. Im Vorfeld können Sie natürlich die Mango bereits in Würfel geschnitten haben. Es gehen natürlich auch andere Obstsorten. Z.B. Banane, Äpfel, Orangen,…

Erhitzen Sie Butter in einer Pfanne und geben Sie reichlich Zucker dazu. Der Zucker sollte gut mit Butter gesättigt sein. Warten Sie bis der Zucker beginnt zu karamellisieren und löschen Sie ihn dann mit einem Schuss Balsamicoessig ab. Anschließend mit Orangensaft auffüllen und die Mangos dazugeben. Kurz noch köcheln lassen.

Jetzt das Vanilleeis auf Teller verteilen und die noch warmen Mangos mit der Sauce dazu geben. Ein Gedicht! Hierzu würde ich auf jeden Fall einen Dessertwein nehmen oder- mein Favorit- der Scheus Traum von Köster- Wolf.

Guten Appetit! Schreiben Sie mir doch mal, wie es Ihnen gescheckt hat.

Bis bald und immer einen guten Wein wünscht Ihnen

Julia Bock

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