Wein-Tipp: Wie voll dürfen Weingläser sein?

Wie voll dürfen Weingläser sein?

Wie voll dürfen Weingläser sein?

Die Frage wie voll Weingläser sein dürfen wird öfter gestellt. Und lässt sich relativ einfach beantworten… Es kommt darauf an. 😉 Anlässlich einer Weinverkostung werden grundsätzlich nur ein paar Schluck in das Glas eingegossen. Genau so viel das der Wein sich richtig entfalten kann und genau so wenig das man kein übermäßig schlechtes Gewissen haben muss, wenn man den Rest weg schüttet. Genau das macht man nämlich bei Weinverkostungen. Ansonsten schmeckt man von den letzten Weinen nämlich nichts mehr, sondern frönt nur noch seinem Rausch 😉

Wie voll soll nun aber im Privaten das Weinglas sein?

Weißweingläser werden maximal bis zur Hälfte gefüllt und Rotweingläser sollten nicht mehr als ein Drittel voll sein. Nur bei Sekt oder Champagner machen wir eine Ausnahme. Hier dürfen Sie die Gläser bis ca 2/3 voll füllen.

Warum nun aber mit Mathematik diese sonst so angenehmen Sache der Wein- Trinkerei verkomplizieren?

Das hat nichts mit Geiz zu tun sondern mit Genuss und drei Fakten: Zum einen hält sich ein randvoll gefülltes Glas Wein an einem dünnen Stil mehr als schlecht. Wenn Sie mir nicht glauben, dann probieren Sie es einfach mal aus (aber vielleicht besser mit Wasser füllen 😉 ). Zum anderen erwärmt sich der Wein im Glas wesentlich schneller als in der Flasche und als letztes- meines Erachtens wichtigstes Argument- kann sich das Weinbouquet nicht richtig entfalten.

Insofern schüttelt es mich immer ein wenig, wenn ich in Restaurants das Weinglass bis zum Rand vollgeschenkt bekomme… eine kleine Karaffe würde hier Abhilfe schaffen und allen den Weingenuss deutlich erhöhen.

Übrigens hat eine Studie ergeben, dass die wenigsten die richtige Füllmenge abschätzen können- auch nach wiederholten „üben“ nicht. Wenn also nicht genau 1/3 Rotwein im Glas ist, machen Sie sich keine Sorgen und betrachten Sie das Ganze- wie den Rest des Weingenusses- mit der üblichen Gelassenheit.

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Weinhaltige Grüße

Julia Bock

P.S.: Im Fall des Falles natürlich auch über Kritik, denn nur die führt ja bekanntlicher Weise zur Verbesserung.

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