Ein Geburtstag, eine 20er Jahre Party und Wein…

Nun ist es passiert, ich bin wieder ein Jahr älter… und dann kam auch noch ein Null dazu. Wie das passieren konnte weiß ich auch nicht, zumal ich gar nicht gemerkt habe, wie die Zeit verflogen ist. Naja fast nicht… Aber Sie wissen ja wie es heißt:Es ist wie bei Wein, man wird nich älter sondern reifer 😉 Insofern… keine Feier ohne mich! Noch lieber organisiere ich selbst welche und das war ja nun wirklich mal ein Anlass! Motto der Party war „Abschied von den 20ern“, also eine 20er Jahre Party. Passenderweise haben wir aus den Zwanzigern raus- und in die Dreißiger reingefeiert. Ich hatte quasi ein ganzes Wochenende lang Geburtstag. Wenn das mal nichts ist… Wie Sie ja wissen habe ich mich schon eine ganze Weile mit dem Thema beschäftigt, die Einladungskarten im Stil der 20er waren schon lange raus und die Bedingung der passenden Kleidung auch gleich mit drauf geschrieben, der Wein war ausgesucht (dachte ich). Das Essen habe ich dieses mal nicht selbst gekocht- wer will schon an seinem eigenen Geburtstag in der Küche stehen? Glücklicherweise haben wir im Freundeskreis auch Gastronomen, die über ein himmlisches Kochtalent verfügen, sodass das Catering von vorn herein feststand. Es war himmlisch! Angefangen mit kleinen Canapees aus Garnelen und Thunfischtatar  (für die Fisch- Abstinenzler gabs kleine Hackfleischbällchen) über eine leckere Petersilienschaumsuppe hin zu rosa gebratenen Rindfleisch, kleinen Schweinebäckchen und Lachsfilet… (Wer mal in der Nähe ist, sollte also unbedingt in Tautewalde essen gehen, da gibt es immer etwas Saisonales bzw. Regionales zum Genießen).

20er Jahre Party

20er Jahre Party

Die Deko war auch verhältnismäßig schnell organisiert. Weiße Tischdecken, schöne Kerzenleuchter und die passenden Servietten. Dazu auf jedem Tisch Rosen(köpfe) verteilt und- mein persönliches Highlight- Kronleuchter aus Lametta aufgehängt. Auf diese Art und Weise wird (fast) jeder Raum zum Ballsaal!

Bei den Getränken habe ich bei meiner 20er Jahre Party kurzerhand noch einmal umgeschwenkt. Statt des geplanten Bouvet Ladoubays gab es einen- der Schwiegermutter sei Dank- selbstgemachten Hugo zur Begrüßung. Dazu einfach einen kleinen Schwapps Holunderblütensirup (kann man zur Not auch fertig kaufen ;-)), ein Blatt Minze und einen Spritzer Zitrone (damit es nicht zu süß wird) in ein Glas geben und mit etwas Sprudeligem auffüllen. Ich habe von Javier Rodriguez den Frizzante Verdejo genommen. Der ist schön feinsprudelig fruchtig und passte hervorragend als Grundlage für den Hugo. Sollten Sie so etwas mal als Aperitif anbieten wollen, planen Sie gleich etwas mehr ein- meine fleißigen Helferchen (sollte man an so einem Abend auf jeden Fall haben!) sind mit dem Nachfüllen kaum hinterhergekommen. Zum Abend gab es dann südafrikanische Weine vom Weingut Zaráfa und Delheim. Voller Überzeugung sag ich jetzt mal, die sind genauso jugendlich frisch und süffig wie ich ;-), passten also hervorragend zum Abend! Gerade der Mountain River- Zaráfa Sauvignon Blanc hat eine herrlich unverschnörkelte Art. Man könnte fast denken man trinkt einen europäischen Wein. Die leichte Kiwi- und Limettennoten haben bestens zum Fisch gepasst. Der rote Mountain River- Zaráfa Shiraz hatte ein überraschend kräftige Frucht mit einer angenehmen Würze und war genau richtig zu den Fleischgerichten. Gern hätte ich auch den dazu passenden Mountain River- Zaráfa Pinotage Rosé angeboten, aber wie es der Zufall will, war der mittlerweile restlos ausgetrunken 😉 Da mein Keller ja aber ausreichend groß ist gab es ersatzweise den Delheim Pinotage Rosé und- was soll ich sage- ich war hin und weg. Wer mal einen richtig ausdrucksstarken Rosé trinken möchte, der nach Himbeeren und Wassermelone schmeckt liegt mit diesem Pinotage Rosé von Delheim genau richtig! Mit Essen und Getränken hatte ich also schon mal die richtige Wahl getrofffen.

Was die Unterhaltung auf meiner 20er Jahre Party angeht, so habe ich- wie Sie sicher verstehen werden- auf eine Band verzichtet und stattdessen die „Konserve“ gewählt. War auch völlig in Ordnung, ausreichend Boxen dazu und der Charleston kann beginnen… Auf Beweisfotos habe ich an dieser Stelle übrigens wohlweislich verzichtet! Meine Mama hatte eine schöne Powerpoint Präsentation (über mich) vorbereitet. Natürlich ebenfalls im Stil der 20er Jahre… Jetzt wissen Sie, wo ich den Perfektionismus her habe 😉 Ansonsten hat jeder Gast ausreichen (Spiel-) Geld am Anfang des Abends bekommen, mit dem er seine Einsätze beim Roulette tätigen konnte. Ziel war es möglichst viel Geld zu erspielen um dann als Höhepunkt des Abends eine Flasche Champagner zu ersteigern. Es war eine wirklich gelungene Feier, bei der ich richtig viel Spaß hatte! Ich hoffe Sie können vielleicht die ein oder andere Anregung für Ihre nächste Feier nutzen. Oder haben Sie vielleicht schon einmal eine 20er Jahre Party gemacht? Schreiben Sie mir doch! Über Tipps, Anregungen und Kommentare freue ich mich immer!

Weinhaltige Grüße

Julia Bock

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