Segesta, Weinanbau und ein Fake- Tempel

Tag 13: 04.09. Der frühe Vogel… findet einen Fake- Tempel

Segasta Tempel

Segasta: der Fake-Tempel Aber schön anzusehen!

Früh raus lohnt sich hier…es sind immer schon 08.00 gegen 26 grd und somit ist es hinreichend kühl für Radtouren. Heute also raus, frühstücken und mit dem Rad nach Segesta… Hier steht in den Bergen (mit sehr viel Weinanbau) ein berühmter Tempel, der nie ein Dach und eine Cella hatte und dessen Säulen noch nicht mal gerillt sind, geschweige denn bearbeitete Kapitelle. Warum?

Die Elymer aus Kleinasien (nach der Niederlage aus Troja verjagt) suchten sich eine neue Bleibe auf Sizilien und wollten vor allem die westlichste griechische Siedlung, das reiche punische Selinunte beseitigen. Mit Hilfe der Karthager (man war aber auch mal eben mit Athen, sizilianischen Griechen oder Römern verbündet) gelang das auch 409 v. Chr. Nun wird vermutet, dass man mit dem gewaltigen Tempelbau einfach seine künftigen Verbündeten beeindrucken wollte- also ein Fake-Tempel. Andere sprechen davon, dass ein altes Heiligtum dadurch geschützt werden sollte. Die erste Variante finde ich aber lustiger. 😉

Segesta Pinien

Dann weiter ins barocke Calatafimi di Segesta und unter meinen geliebte, wohlriechenden Pinien der Sonne hinterher…

Ach übrigens bekamen die Segesti 307 v.Chr. dann auch auf die Nase und nach der völligen Zerstörung durch die Barbaren blühte die Stadt erst wieder unter römischer Herrschaft auf.
In der Folge habe ich mich noch zum Castell Eufemia aufgemacht, das Barockstädtchen Calatafimi di Segesta heimgesucht und mich dann wieder ins Hotel trudeln lassen…ca.600 Höhenmeter, schöne Tour und völlig entspannt. Am Pool wurden dann von mir weitere Touren und der Besuch einer Weinkellerei geplant und jetzt geht’s ins Städtele Castellammore del Golfo, Stadt gucken und hoffentlich besseres Essen jagen…

… jagd das meiste Essen

Lecker Essen

Castellammore del Golfo: Definitiv ein besseres Essen als gestern!!

Castellammore del Golfo: Ein nettes Hafenstädtle! Der treppenartige Aufbau ist von Arabern beeinflusst wurden. Die Stadt selbst ist verschachtelt mit einer alten normannischen Burg unmittelbar am Hafeneingang. Am Hafen viele Kneipen, eine davon interessant, aber ich habe mich wohl für Mirkos entschieden. Mirkos hat den ersten Preis für die sizilianische Pasta hier im Ort gewonnen- und morgen ist ja auch noch ein Tag.

Also erstmal mit einem Aperitiv beginnen: weißes Bier mit Limonade und Aperol, Orangenscheibe und Eisswürfel… Schmeckt supergeil für so kleine Zartsüssbittersauer-Schmecker wie mich! Dazu wieder Kleinigkeiten, wie sauer eingelegte Möhrenscheibchen, ein frittiertes Käsedreieck und der Reissalat mit Zucchinijulienne und Räucherlachswürfelchen..
Polpette di sarde al sugo con finocchietto selvatico e panelle al nero di seppia
Sardinenfischbällchen in Wildfenchelsugo mit sepiatintegeschwärzten frittierten Kichererbsenschnittchen und dazu je ein Gläschen Grillo und Inzolia (blumig-leicht mit Zitronen- und Wildkräuteranklängen)… hahaha! Lecker!
Ich bin wieder in Italien!

Busiata sarde e finocchio con pistilli di zafferano
Die wunderbar mittellangen Pasta mit Sardinen-Fenchelpesto in einer Safransauce mit Vierteltomätchen und darüber feinste geröstelte Brotkrusteln…leckerst (die Krustel hatten bissle älteres Öl mitbekommen, was man nur schmeckte, wenn man sie allein kostete) und hierzu passte wieder besser der Grillo, viel kräftiger strukturiert, mit schönen Aromen von weißen Früchten (Melone und Zitronenduft) und einem kleinen Bitterle am Ende (kann aber auch an den Salz-Pepperoni-Tönen des Sardinenpestos liegen..
Und jetzt bin ich satt, obwohl ich noch balsamicosierten Thun mit einem Salatchen essen wollte…morgen?

Der Manager- Papa

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