Dem Abgrund entgegen… Der Vesuv und ich

Natürliche Freundlichkeit… und der Vesuv

Der Vesuv- vulkanische Herausforderung

Dem Vesuv entgegen- 1000 Höhenmeter überwinden und ein paar kleine Schweinehunde in mir selbst

Die Italiener sind so ganz natürlich freundlich…vielleicht liegt das daran, dass sie ihren Unmut über manche Dinge nicht in sich reinfressen…da wird’s auch mal lauter..aber ich habe bisher nur aufmerksame Freundlichkeit erlebt!

Da war ich doch 6:22Uhr munter und 7:22Uhr mit einem Panini mit Wurst, Kaffee und einem Saft im Bauch schon auf dem Rad Richtung Vesuv…und die folgenden 2:12h hatten es in sich. Aber ich war der 5. Radlfahrer oben und nach dem viel zu süßen Apfel mit Brotscheibchen kamen dann die Busladungen an, die noch die letzten möglichen 100 Höhenmeter knallhart zu Fuß absolvierten…mir reichten die ca. 1.000 Höhenmeter und ich war für heute erstmal mit mir zufrieden.
Da es noch so früh und unter 30 °C war, habe ich mir noch das kleine Städtchen und seinen Hafen gegönnt…Torre del Greco als Stadt der Korallentaucher ist eine lebendige Wohnstadt, der Hafen ein richtiger Fischhafen mit kleinen Fischerbooten und netzeflickenden Altfischern…kein zart buntes Klischee, harte Arbeit! Da kommt man doch ins Grübeln…
Da an meinem Rad bei jedem Tritt die Sattelhalterung krächzt (liegt wahrscheinlich am Übergewicht…nein, nicht des Fahrrades…), an einer Autowerkstatt gehalten, mich irgendwie gestisch verständlich gemacht und mit 2 Tropfen Öl am Sattelhalter und freundlichen Wünschen des einfachsten Schraubers an den Engländer weiter geradelt…pure Freundlichkeit!
Auf dem Rückweg einfach noch im Stehen einen heißen, starken Espresso (mit einem Glas kühlen Sprudelwassers) in der nahen Bar gegönnt und schwäbisch gelernt, man trinke seinen Espresso immer im Stehen an der Theke. Warum? Es sieht beschäftigter und wichtiger aus (naja gut…mit Radbekleidung Marke Presswurst eher nicht!) und kostet mit Trinkgeld nur 1.-€…

Inzwischen bei 33 grd wieder im Hotel...duschen..Siesta...Pool..
Und so wie ich derzeit fühle, gönne ich mir heute Abend wieder Lava Nova mit anderer Zusammenstellung!

Der Brand

Lösch-Hubschrauber am Vesuv

Die Natur wehrt sich- Brände nahe des Vesuvs

Am Pool beobachte ich, wie die Löschhubschrauber versuchen die Brände in unmittelbarer Hotelnähe einzudämmen. Heute vormittag bin ich schon an Ihnen vorbeigeradelt. Man bekommt ein Gefühl für die Gewalt, mit der das Feuer hier wütet. Macht schon ein bisschen ängstlich… Mensch gegen Natur… Scheint doch nicht so eindeutig zu sein, wer hier am Ende gewinnt.

Lava Nova… oder ein neues Gelage

Und es startet wieder mit einem Prosecco di Valdobiadene – aber heute kämpfe ich nicht so sehr gegen Mücken..lange Hose und Mückenspray – und bekomme wieder das geniale Wasser für sehr faire 2.-€ die grosse Flasche!

Terre de Tuffo als Weisswein, noch würziger und voller mit Akazienanklängen. Dazu ein Gerstenrisotto mit Zucchinijulienne und Scampis..gut, aber hier hätte eine Essenz gut getan…Knoblauch zu den Scampis und paar Spritzer Limette und alles wäre fröhlicher und weniger angepasst gewesen..

Lava Nova

Den Vesuv im Blick… erneut Genuss im Lava Nova

Linguine (bissfest!!!) mit schwarzen Oliven, angerösteten Pinienkernen, Kapern, Kräutern, Peperoni (nicht scharf, sondern

würzig!), getrocknete Tomaten und als Wein ein…
Viognier Weisswein aus der Gegend des Morellino Di Scanzano…mmmh? Schmeckt, aber ist nicht aus der Gegend.
Und als Secundo kam der Merlu auf einem Gemüsebett und dazu wollte ich mal einen Roten von Mastroberardino den Campagnia rosso.
Passend und gut gegessen…heute ein freundliches „gut“ für das Essen bei ausgezeichnetem Service.
Nett war das Eintrudeln einer italienischen Freundesschar, was sich von 20:15 bis 21:35 Uhr zog – gefühlt waren Alle noch pünktlich – und wo erstmal gemeinschaftlich mit großem Gebrüll positive Aktionen einer Fußballmannschaft aus Napoli gefeiert wurden (insgesamt 4)..

Schöner Abend, „Lava Nova“ ist immer noch sehr empfehlenswert…erst Recht für 30.-€, trotz 4 Glaserln…

Der Manager- Papa

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