Wünsche zum neuen Jahr…

2014 hat begonnen und ich als bekennender „Schönes-neues-Jahr-Glückwunsch-Muffel“ muss mich mal wieder überwinden. Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendjemanden vergesse treibt mich in aller Regel dazu, dass ich bis in den März hinein, jeden, den ich das vermeintlich erste mal in diesem neuen Jahr sehe mit einem (mehr oder weniger gut gelaunten) „Gesundes Neues“ begrüße. Was mich in diesem bzw. dem letzten Jahr dazu veranlasst hat einen neuen Vorsatz zu fassen (unter uns gesagt, bin ich dabei ziemlich schlecht- auch hier ist mein Vergesslichkeits- bzw. Ignoranzpotential enorm hoch! 😉 )… Wen ich nicht bis einschließlich 10.01. gesehen habe oder mit dem ich nicht telefoniert habe, der wird sicher auch ohne meinen expliziten Glückwunsch recht gut durch das Jahr 2014 kommen. Ein weiterer Vorsatz – und den gedenke ich tatsächlich einzuhalten- mehr Zeit für mich (und meine Familie). Wenn ich das letzte Jahr so vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen lasse, ist eine ganze Menge passiert. Neben dem üblichen Älterwerden sämtlicher Kinder und Anverwandter, traf es letztes Jahr tatsächlich auch mich. Ich kann es immer noch nicht richtig glauben, ich bin tatsächlich 30 geworden. Gott sei Dank nur auf dem Papier! Im Spiegel und auch von den sonstigen Verhaltensweisen wird mir (und wehe wenn nicht) sicher jeder bestätigen, dass ich de facto kein bisschen älter geworden bin.

Insofern kann ich hier schon mal einen Haken machen, den Stein der Weisen bzgl. des Alterns habe ich also schon letztes Jahr hinter mir gelassen. Auch sonst war 2013 reich an Ereignissen. Angefangen bei meinem Blog, der sich mit Leben gefüllt hat (nicht zuletzt Dank Ihnen ;-)), gab es jede Menge Weinerlebnisse. Die meisten sind hier nachzulesen, bei denen die Fehlen werde ich sicher noch die ein oder andere Info nachreichen. Besonders Spaß gemacht haben mir- neben den Weinmessen- die Veranstaltungen in der Kochschule in Bautzen und Bischofswerda. Gerade in der Weihnachtszeit war dort jede Menge los. Einen Haken hatte die ganze Sache dann aber doch- ich habe bestimmt drei mal pro Woche Gans gegessen! Denn natürlich wollte jeder Kochkurs in der Weihnachtszeit Gans essen. Um mir selbst eine Freude zu machen habe ich dabei jedes Mal andere Weine- man mag jetzt staunen, aber tatsächlich nicht nur von meinem Lieblingswinzer Javier Rodriguez- ausgewählt. 😉 Angestoßen wurde- Sie können es sich sicher denken- natürlich ganz entspannt mit einem Frizzante. Hier aber auch mal etwas völlig neues. Javier Rodriguez hat seinen Frizzante jetzt auch in rot ausgebaut. Ein Fruchterlebnis das es in sich hat. Einigen Herren der Schöpfung war der rote Frizzante etwas zu fruchtig. Denn der ist ein purer roter Früchtekorb des Sommers 😉 Wie ich finde gepaart mit einer interessanten Säure. Zur Abwechslung für mich gab’s es statt dem Frizzante von Javier Rodizguez ab und an auch mal einen Moscato d’Asti. Mir persönlich schmeckt er sehr gut und ich freue mich schon darauf den im Sommer mit Freundinnen zu trinken. Für mich wird es der Nachfolger des 2013 so populären Hugo. Allerdings mit dem RIESEN- Vorteil, wir sprechen hier nicht von einem „Industrie- Gesöff“, bei dem man die ganze Zeit Angst haben muss am nächsten Tag mit einem Kopfumfang von 3 m aufzuwachen. Die Gärung wurde vorzeitig gestoppt, so dass relativ wenig Zucker in Alkohol umgewandelt wurde- wir sprechen von gerade mal 5,5%. Dadurch haben wir zwar eine ziemlich hohe Restsüße, aber durch die herrlich frischen Birnenaromen, das leichte prickeln der verbliebenen Kohlensäure und einer angenehm leichten Säure von einem leckeren Aperitif. In diesem Fall trifft allerdings mal wieder der Spruch „Geschmäcker sind verschieden“. Hier kann ich nur jedem raten, ausprobieren! Und meine Erfahrung hat gezeigt, dass es v.a. ein Frauengetränk ist…

Der erste Gang war ein Vanille- Kohlrabi- Schaumsüppchen mit Lachstatar. Hier gab’s ebenfalls von Javier Rodriguez den Vina Sanzo Verdejo. Der war richtig süffig! Vor allem die angenehme Säure hat hervorragend mit der Vanille zusammengespielt 😉

Bei der Gans bin ich „gans“ 😉 klassisch beim Rotwein geblieben. Auch hier konnte ich mich von Javier Rodriguez nur selten lösen. Ich habe einiges probiert. In meinen Augen waren die beste Kombination mit dem Damalisco Crianza und dem Lacrimus 5.

Zum Abschluss gab es dann ein Stollenparfait mit Portwein- Birnen. Hier gabs keine Experimente meinerseits- ein kräftiger Portwein war optimal und für alle, die genug hatten gab es nochmal den Moscato d’Asti.

Wie schon gesagt, habe ich aber nicht nur Javier Rodriguez „zu Wort kommen lassen“. Wirklich bewährt haben sich auch die Weine des französischen Weingutes Domaine Ventenac (diese Weine habe ich schon mal ausführlich hier vorgestellt ;-)) und die südafrikanischen vom Weingut Delheim. Die jetzt vorzustellen sprengt dann aber wie so oft den Rahmen. Aber sicher gibt es bald mehr davon zu lesen 😉

Das war sozusagen im Dezember mein Jahresausklang. Nicht immer ganz stressfrei, aber kulinarisch hinreißend 😉

Und jetzt ist es doch soweit… Ich wünsche Ihnen ein spannendes Jahr 2014, jede Menge Grund zum Lachen (wenn nicht, dann schaffen Sie sich einen!) und natürlich immer einen guten Tropfen Wein!

Julia Bock

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